HUNDEHEIMAT
- Aus Liebe zum Hund
Shakira

Shakira wurde mit Ihrer Schwester zusammen ausgesetzt. Spaziergänger fanden die beiden im Wald, angebunden irgendwo im nirgendwo. Man hat Ihnen mit Sicherheit Gewalt angetan, denn beide waren sehr ängstlich. Shakiras Schwanz war gebrochen und schief zusammen gewachsen. Man kann nur erahnen, wie schrecklich alles war. Im Alter von 6 oder 7 Monaten zog Shaki dann bei uns ein. Sie war völlig durchgedreht, neben der Spur und ein absolutes Energiebündel. Alleine bleiben konnte Sie garnicht und es interressierte Sie auch nicht, dass andere Hunde mit Ihr zusammen "allein" waren. Sie zerstörte alles, was sie zwischen Ihre Zähne bekam. An der Leine laufen konnte Sie auch nicht und es war sehr schwer, sie auf die richtige Bahn zu bringen, denn sie vertraute mir absolut nicht. Nach und nach freundeten wir uns langsam an. Sie beobachtete sehr viel, wie die anderen Hunde um meine Aufmerksamkeit buhlten. Ich denke, dass genau aus dem Grund sie sich getraut hat, von sich aus mehr auf mich zuzukommen. Dabei hat sie dann festgestellt, wie schön Streicheleinheiten sind und wie sehr sie ihr Leben genießen darf. Es hat lange gedauert, bis sie bereit war, Dinge anzunehmen die ich Ihr zeigte. Ich ließ Ihr alle Zeit der Welt. Shakira war die Rakete im Rudel und wurde immer mehr zur erwachsenen Dame mit Stolz, Anstand und einem festem Charakter. Sie hat ein halbes Jahr bei mir gelebt, war bereit für ihr eigenes Zuhause... Nach so langer Zeit überlegt ich ernsthaft, Shaki zu behalten. Ihre eigene Familie sollte Ihr aber nicht verwehrt bleiben und so lernte ich drei sehr verständnisvolle und liebe Menschen kennen, eine Mutter mit ihren beiden Töchtern aus Hanstedt. Das Kennenlernen war sehr feinfühlig und mir war klar, das sind die Richtigen. Plötzlich ging alles so schnell... Am selben Abend packte ich Ich Ihre Sachen. Ihre Box, die sie als Höhle zum schlafen nutzt, Ihr Geschirr, Ihr Halsband, Ihre Leine, Futter und eine dicke Tüte Leckerlies. Am nächsten Tag wurde Sie dann abgeholt.

Für Shakira beginnt nun das, was ich mir für sie gewünscht habe; das Leben in einer Familie. Sie im Mittelpunkt, Liebe, Geborgenheit und Verständnis. Hinter ihrer Schüchternheit steckt so viel Potenzial und ich freue mich, dass auch andere Menschen das erkannt haben und ihr die Chance auf eine tolle Zukunft geben.